
Der Tourismusort Turracher Höhe mit rund 100 EinwohnerInnen und 1.900 Gästebetten erstreckt sich in den alpinen Nockbergen auf einem Passplateau. Länderübergreifend gehört er zur steirischen Gemeinde Predlitz-Turrach und zu den Kärntner Gemeinden Ebene Reichenau und Albeck. So verläuft die Landesgrenze etwa mittig durch den auf 1.763 Meter Seehöhe gelegenen Turracher See, der Zentrum des Ortes ist. Um ihn gruppieren sich mehrere große Hotelleitbetriebe und zahlreiche mittlere und kleinere Hotels und Pensionen, die in den letzten 100 Jahren langsam entstehen und seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts kontinuierlich wachsen konnten. Zu den Sommer- und Wintergästen kommen viele Tagestouristen vor allem zum Skifahren in alpine Höhen. Und in den Zirbenwäldern prägen Ferienhäuser mit geschätzten 400 Zweitwohnsitzen sowie touristische Hüttendörfer das Siedlungsbild. Noch wirkt der Ort naturnah, doch wächst er beständig. Laut Studien verträgt er mindestens 1.000 zusätzliche Gästebetten.
Am Dienstag, den 28. Juni 2011, findet am Turracher See auf der Turracher Höhe ein Baukultur-Tourismus-Frühstück mit Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Tourismus-(Wirtschaft), Naturschutz, Raumplanung, Landschaftsplanung, Verwaltung und Politik statt. Themen werden das qualitätsvolle und nachhaltige Bauen am Wasser und Verbesserungen im öffentlichen Raum sein. Dabei soll auch die Frage erläutert werden, wie viel Inszenierung die Naturlandschaft benötigt, um touristisch erfolgreich zu sein. Im Rahmen einer moderierten Diskussion ohne Publikum wird erörtert, wie sich die Turracher Höhe zu einem baukulturell vorbildlichen und lebendigen Ort über Ländergrenzen hinweg entwickeln kann. Als Projektergebnis strebt KALT & WARM einen Leitfaden für vorbildhaftes Bauen am Wasser an, in dem die Diskussion veröffentlicht wird.