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denkRAUM

Ausstellung denkRAUM im Architektur Haus Kärnten

Kärnten ist keine Destination für Architekturtourismus. Wer hier bei uns Urlaub macht, kommt wegen der Seen, wegen der Berge, wegen der Natur – nicht wegen der Baukultur. Dabei hat Kärnten eines der jüngsten Baudenkmäler Österreichs, eines der architektonisch am meisten beeindruckenden (privaten) Museen mit einer einzigartigen Sammlung an österreichischer Kunst nach 1945 und den weltweit höchsten Holzaussichtsturm. Die architektonischen Juwelen muss man hierzulande suchen, wie Schätze heben, um in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Baukultur zu schaffen. Dies gelingt dem Architektur Haus Kärnten mit vielfältigen Veranstaltungen und Initiativen seit 25 Jahren.

Vor rund zehn Jahren durfte ich erstmals dazu beitragen und die Architekturtage 2008 für Kärntens Haus der Architektur organisieren. Als Veldenerin und aus einem Tourismusbetrieb stammend initiierte ich eine Architekturschifffahrt auf dem Wörthersee mit Fachleuten aus Politik, (Tourismus)Wirtschaft, Architektur und Umwelt. Dies führte zu einem Perspektivenwechsel: Infolge der Architekturschifffahrt wurde in Velden am Wörthersee ein Architekturbeirat als beratendes und für die Gemeinde verbindlich entscheidendes Instrument gegründet. Denn Baukultur und Tourismus liegen nur scheinbar gegensätzliche Interessen zugrunde. Tatsächlich haben beide das gleiche Ziel, einen qualitätvollen Lebensraum für Einheimische und Gäste gleichermaßen zu schaffen.

Mit dem 2013 gegründeten Verein KALT UND WARM wollen wir das Bewusstsein für Baukultur im Tourismus fördern. Weitere geplante und in Bau befindliche Großprojekte für „Aparthotels“ rund um den Wörthersee zeigen die unverminderte Aktualität und den dringenden Handlungsbedarf nicht nur auf Gemeinde- (Architektur), sondern auch auf Landesebene (Raumordnung). Heute gibt es viele Initiativen wie die Plattform „Wörthersee – Lebenswert“, die „Rücksichtnahme auf bestehendes Ortsbild und Architektur“ in ihren Forderungen festhält. Einen Wörtherseebeirat, der für alle Gemeinden bindend ist, gibt es jedoch (noch) nicht.

DI Astrid Meyer-Hainisch
Obfrau Verein KALT UND WARM

Statement anlässlich „25 Jahre Architektur Haus Kärnten“
Erstmals veröffentlicht im Rahmen der Ausstellung denkRAUM von 7. bis 20.10.2017 im Architektur Haus Kärnten

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Auf Initiative von Landesrat Rolf Holub findet am Freitag den 19. Jänner 2018 von 10:30 bis 13:30 Uhr die 1. Kärntner Seenkonferenz im Architektur Haus Kärnten statt, bei der in einem breiten Beteiligungsprozess das Thema „Raumordnung am See“ diskutiert werden soll.

„Wie wollen wir mit unseren Seen in Zukunft umgehen?“

In einem intensiven Workshop erarbeiten BürgermeisterInnen, Gemeinde- und Landesbedienstete sowie Baukulturinitiativen und Interessierte mögliche Antworten auf diese Frage.

Anmeldung bis 16.01.2018 unter office@architektur-kaernten.at

Einladung zur 1. Kärntner Seenkonferenz

Staatspreis Architektur 2014 für Tourismus- und Freizeitbetriebe

Alle zwei Jahre wird vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten und der Architekturstiftung Österreich der Staatspreis Architektur ausgelobt. 2014 wurde dieser für die Bereiche Tourismus und Freizeit verliehen. Insgesamt knapp 70 Projekte wurden aus ganz Österreich eingereicht, wovon 19 – drei darunter aus Kärnten –in die engere Auswahl kamen und besichtigt wurden. Aus diesen nominierte die hochkarätige Jury neun Projekte für den Staatspreis und zeichnete drei davon aus.

In der Kategorie Freizeiteinrichtungen wurden das Weingut Hans Igler – Schaflerhof (Architektur: Arch. DI Anton Mayrhofer ZT GmbH), die Schwimmschule Steyr (Architektur: Architekten Luger & Maul ZT-GmbH) und das Vorarlberg Museum (Architektur: Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT-GmbH) gewürdigt. Als Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe wurden das Hotel Krone in Au (Architektur: Oskar Leo Kaufmann und Albert Rüf), die Tourismusschule und das Internat Bad Hofgastein (Architektur: fasch&fuchs.ZT-gmbh) und das Gradonna****s Mountain Resort Chalets & Hotel (Architektur: arge_reitter_strolz) nominiert.

Der Staatspreis 2014 für Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe ging an das Hotel Daniel Vienna (Architektur: Atelier Heiss ZT GmbH). Dabei überzeugte die Jury der sensible Umgang mit dem Bestand aus den 1960er Jahren. Die ursprüngliche Atmosphäre wurde trotz zeitgemäßer Adaptierung bei der Transformation des Bürogebäudes in ein Hotel bewahrt. Das Kulturzentrum St. Nikolaus in Ischgl (Architektur: parc ZT GmbH) erhielt den Staatspreis 2014 in der Kategorie Freizeiteinrichtungen. Inmitten des Tourismusortes stellt das dank sensibler Gestaltung und Materialwahl in die Landschaft eingebettete Gebäude einen Kontrapunkt zu den umliegenden Hotelbauten dar und bietet ein neues kulturelles Zentrum für die Einheimischen.

Ein Sonderpreis wurde an das Projekt BUS:STOP Krumbach vergeben. Die sieben Buswarthäuschen, gestaltet von internationalen Architektenteams, sind ein gelungenes Beispiel, wie eine Region mit kleinen Interventionen und der Zusammenarbeit aller Beteiligten ein breitenwirksames Projekt mit touristischem Potenzial umsetzen kann. „Bauten für Tourismus und Freizeit prägen unsere Landschaft. Daher ist ein kompetenter Umgang mit Raum und Sensibilität im Umgang von Ressourcen gefragt“, ist Jurymitglied Barbara Abel von alpenpendler OG überzeugt und fordert: „Wir müssen eine Kultur entwickeln, die Entscheidungsträger, Investoren und qualifizierte Planer/innen vernetzt und mit der Baukultur die vorhandenen Qualitäten stärkt.“

www.bmwfw.gv.at
www.architekturstiftung.at
www.arching.at

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